Neue Kleinunternehmen dank innovativer Ideen
Die Situation
In Nepal strömen jedes Jahr 500’000 junge Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Jedoch kann der Arbeitsmarkt sie nicht aufnehmen, es gibt nicht genügend Möglichkeiten. Dadurch ist die Arbeitslosigkeit unter den jungen Menschen besonders hoch. Ihnen fehlt die Perspektive und so wandern viele auf der Suche nach Arbeit in andere Länder aus.
Das Konzept
So ist das oberste Ziel des Projekts InElam von Helvetas, die hohe Arbeitslosigkeit in Nepal zu bekämpfen. Junge Menschen erhalten Unterstützung, ihre eigenen innovativen Ansätze für Produkte und Unternehmertum zu entwickeln und umzusetzen. Dafür bekommen sie Zugang zu den notwendigen Finanzmitteln. Bei der Umsetzung sollen insbesondere kostengünstige, lokale Technologie und Ressourcen genutzt werden. In diesem Stadium des Projektes soll vor allem die grüne, innovative Wirtschaft gefördert werden.
Geschäftsideen mit lokalen Rohstoffen
Auf Basis von lokal verfügbaren Roh- und Wertstoffen werden neue Geschäftsideen entwickelt und umgesetzt. Dabei unterstützen eigens ausgebildete Unternehmensberater:innen. Zudem wird ein Netzwerk aufgebaut aus Lieferanten, Abnehmern, Kreditgebern und Investoren.


Grüne Wirtschaft aufbauen
In dieser Phase wird sich InElam darauf konzentrieren, ungenutzte lokale Ressourcen wie Himalaya-Brennnesseln, Milchprodukte, Imkerei, Bambus und Bio-Farben sowie Abfall verwertende Unternehmen zu nutzen, um grüne Arbeitsplätze zu schaffen und eine nachhaltige, grüne Wirtschaft aufzubauen.
InElam ist aktuell in Projektphase 3
Vorgeschichte zum aktuellen Projekt
Phase 1: Durch das Projekt ELAM wurden zwischen 2017 und 2020 die Entwicklung von lokalen Wertschöpfungsketten und die Gründung von Kleinunternehmen gefördert. Dadurch sind in den Zielregionen in Nepal über 1’500 Betriebe und 11’400 Arbeitsstellen entstanden. Mehr dazu unter ELAM – Kleinunternehmertum in Nepal.
Phase 2: Auf Grundlage von ELAM konnten in den Folgejahren dank des Folgeprojekts InElam weitere Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Diese basierten auf lokal verfügbaren Roh- und Wertstoffen. InELAM identifizierte dazu mittels Markt- und Machbarkeitsstudien vielversprechende Produkte und Wirtschaftszweige und unterstützte die Gründung von entsprechenden Kleinunternehmen.
Phase 3: Mithilfe des bereits erfolgreichen Konzepts soll nun vor allem die grüne, innovative Wirtschaft gefördert werden.

Innovative Finanzprodukte
Gerade der Zugang zu erschwinglichen Krediten ist zentral bei einer Unternehmensgründung. Deswegen arbeitet InElam gezielt mit Finanzinstituten und lokalen Genossenschaften zusammen, um innovative Finanzprodukte zu entwickeln. Zudem fördern digitale Plattformen Dienstleistungen und stärken Marktverbindungen.
„Ich liebe es, Metallarbeiten an einem neuen Haus zu machen. Ich war ein Anfänger. In dem Kurs habe ich genau das gelernt, was ich wissen musste, um mit der Arbeit beginnen zu können.“
Hem Raj Sapkota, (26), Heizungs- und Lüftungsschweißer und -monteur

InELAM fördert die Gründung von Kleinunternehmen in Nepal. Dabei sollen besonders Ideen unterstützt werden, die lokale Ressourcen einbinden und eine nachhaltige grüne Wirtschaft aufbauen.

Lernzentren fördern junge Menschen
Innovative Ansätze wie Gründungszentren, Lernzentren und Business-Bootcamps fördern von jungen Menschen geführte Unternehmen. Auch werden skalierbare Modelle von öffentlich-privaten Partnerschaften getestet und ausgeweitet

